Archiv | Oktober, 2012

Digitaler Dialog bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

11 Okt

Digitaler Dialog bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Hier noch einmal ein Reblog-Beitrag von Heike Simmet, der die Diskussion über KMU und Social Media gut bündelt und zudem einen Hinweis auf ein neues Buch der Autorin enthält.

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10 Okt

Ein hervorragender Beitrag zur Systemtheorie, speziell der Interventionstheorie von Helmut Willke. Der Aufsatz passt insofern gut zu meinem Blog, als er die Grundlagen beschreibt für die Veränderungen von Systemen unter der Bedingung zunehmender Komplexität. Ich werde diesen Ansatz demnächst hier aufnehmen unter Einbeziehung neuerer Ansätze in der Systemtheorie, z.B. der Quadruple- bzw. N-tuple-Helix-Theorie. Mit diesen Ansätzen lassen sich m.E. viele Probleme in Bereichen wie Unternehmenskultur, Marketing, Kommunikation oder auch Übergang Schule-Beruf oder Karriereplanung gut beschreiben.

shift.

Willke, Helmut, Systemtheorie: Systemtheorie 2. Interventionstheorie: Grundzüge einer Theorie der Intervention in komplexe Systeme, Stuttgart 2005Mein Ausgangspunkt für die Propagierung des Buchs von Helmut Willke sind zwei häufig von Lehrern beklagte Probleme, die nach der Lektüre besser zu verstehen sind. Und ein adäquates Verständnis von Problemen ist, wie wir wissen, die Voraussetzung für einen angemessenen Umgang mit ihnen.

Das erste Problem ist durch folgende Stichworte gekennzeichnet: Immer mehr „Risikoschüler“; immer mehr Schulversagen; immer mehr Schulangst (bei Schülern wie bei Lehrern, bei letzteren Burnout genannt); immer mehr Schulschwänzer; immer drängender die warnenden Stimmen aus Wirtschaft und Bildungsforschung, dass die Schule nicht (mehr) fürs Leben bilde. Und dies alles trotz mittlerweile 4 Jahrzehnte fortlaufender Reformbemühungen. Und dann das noch obendrauf: Knast für die schulschwänzenden 14-Jährigen als Therapie des Problems.  Und das bei gleichzeitigen Sparmaßnahmen und Kürzungen an verschiedenen Stellen des Bildungssystems. Irgendetwas läuft doch ganz offensichtlich dauerhaft und inzwischen schon generationenlang schief. Mancher möchte verzweifeln, weinen und laut schreien: „JA BEGREIFT IHR DENN GAR NICHTS?“

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Social Media als Interaktionsansatz: Vier Schritte zum Erfolg

8 Okt

Social Media als Interaktionsansatz: Vier Schritte zum Erfolg.

schöner Beitrag zum Thema Social Media Marketing von Frau Prof. Dr. Heike Simmet

Flippern statt Bowling

7 Okt

Marketing im Zeitalter von Social Media

Das Social Media Think:Lab hat in der Online-Fachzeitschrift Marketing Review St. Gallen einen netten Artikel veröffentlicht, der die aktuellen Veränderungen im mediengestützten Marketing mit der zentralen Analogiebildung eines Wechsels vom Bowling zum Flipperspiel zu erfassen versucht.

Die Autoren verweisen darauf, „dass sich Marketingaktionen im Zeitalter von Social Media in einem Umfeld befinden, das durch Interaktion, Multiplikation und Chaos geprägt ist – Modelle wie Flipperspielen werden zur neuen Analogie für Marketing“. (S.8) Das alte Marketing ähnele eher dem Bowling mit dem Versuch einer möglichst linearen Erreichung des Kunden. Die grundlegende Änderung bestehe darin, „dass Kunden die Marketingaktivitäten des Unternehmens nicht mehr nur aufnehmen, sondern in vielen Fällen via Social Media selbst aktiv werden – beispielsweise in Gestalt von Produktbewertungen oder Kommentaren zu Kampagnen des Unternehmens, durch eigene Videos auf YouTube, etc. Und zwar auf eine Weise, die weithin sichtbar ist und die Wirkung der ursprünglichen Maßnahme, sowohl in Bezug auf ihre Richtung als auch in Bezug auf ihre Intensität radikal verändern kann.“ (S.9) In Social Media wird die Kommunikation tendenziell chaotisch, im produktiven wie im destruktiven Sinn. Positiv bestehe die Chance, „mit knappen Budgets äußerst wirkungsvolle Marketingkampagnen gestalten zu können“. (S.10) Gefährlich werde es, wenn es nicht gelinge, „den nun chaotischen Verlauf der (Marketing-)kugel zu kontrollieren“. (ebd.)

Aus diesen Vorgaben entwickeln die Autoren einige normative Überlegungen, die nicht unbedingt neu sind, aber den aktuellen Stand der Diskussion gut zusammenfassen:

  • Markenführung muss Teil der Kommunikation in Social Media werden.
  • Social Media Manager müssen zuhören und den Überblick behalten.
  • Die Konversationen müssen intensiv moderiert werden.
  • Auch Markenführung kann und darf persönlich werden.
  • Nähe und Glaubwürdigkeit zahlen sich aus.
  • Auch bei Social Media Marketing kommt es letztlich auf Wert und Nachhaltigkeit an.
  • Die dissipativen Strukturen erfordern ein umfassendes Krisenmanagement, auch im Sinne von Prävention.
  • Social Media Marketing beeinflusst bei richtigem Verständnis und kluger Realisierung die gesamte Unternehmenskultur, und zwar positiv

Fazit: Ein lesenswerter Beitrag zur Debatte, bemerkenswert in der „viralen“ Durchhaltung der zentralen Analogie.

Nach Social Media kommt Social Business

6 Okt

Interview mit dem Markenexperten Dominique von Matt in „Basler Zeitung“

Christian Lüscher hat den Schweizer Experten und Dozenten Dominique von Matt zur Bedeutung von Social Media Marketing heute und in naher Zukunft interviewt. Die Aussagen sind so pointiert und überzeugend, dass ich sie hier zusätzlich zu dem Link veröffentlichen möchte.

Dominique von Matt geht von der bekannten Vorstellung aus, dass Märkte Gespräche sind und dass diese Gespräche zunehmend über Social Media stattfinden. Die Bedeutung dieser Tatsache erhöht sich noch durch den Umstand, dass ein großer Teil der User mobil online ist. Angesichts dieser Entwicklung sei es bedauerlich, dass in der Schweiz – und dies gilt sicher auch für Deutschland – lediglich ein Drittel der Unternehmen in Social Media präsent ist. Damit werde der anstehende nächste Schritt, der in den USA schon Realität ist, hinausgezögert: Von Social Media zu Social Business, vom Like-Button zum Buy-Button. Marketing habe sich grundlegend geändert: „Fakt ist, dass die Markeninhaber die Autonomie in der Markenführung verloren haben. Sie können heute keine Marke mehr bis ins letzte Detail kontrollieren. In diesem Umfeld ist es für eine Marke aber gerade besonders wichtig, klare Signale zu senden und zu wissen, was oder wie über sie gesprochen wird. … Tatsächlich ist es so, dass das soziale Netz jenen Marken gehört, die bei den Konsumenten im Leben eine wichtige Rolle spielen. Und da trifft man oft auf bekannte Namen wie Coca-Cola oder Apple. Aber auch für kleine Marken ist Platz da, sofern sie sich interessant präsentieren. Social Media sagen viel über die Markenstärke aus. Es muss der Ehrgeiz jeder Marke sein, sich mit Themen clever ins Gespräch zu bringen.“ Er bezieht diese Entwicklung bewusst nicht nur auf die großen Marken, es sei vielmehr ein Grundprinzip für alle Player auf diesem Feld: „Es braucht ständig Ideen und vor allem interessante und relevante Inhalte. Man darf auf Facebook und Twitter alles, aber nicht langweilig sein. … Es gibt heute kein Tricksen, kein Täuschen, keine Überversprechen mehr. Man muss absolut glaubwürdig sein und auf Augenhöhe kommunizieren.“ Dieser Trend werde sich noch verstärken durch die Entwicklung der mobilen Online-Kommunikation zur vorherrschenden Form.

Das Ziel im Social Media Marketing müsse heute sein: „… eine Community, die sich austauscht, engagiert und identifiziert“ aufbauen.