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Social Media und Human Resources

27 Sep

In einem Interview vom 26.09.2012 erläutern Anne Breitner und Michael Gattereder, welche Bedeutung Social Media heute für den Bereich Human Resources haben können. Gestützt auf Erfahrungen in Österreich, die sicher vergleichbar sind mit der Situation in Deutschland, betonen sie, dass die modernen Kanäle wie Facebook, Xing, Twitter u.ä. zunehmend in Recruiting und HR einbezogen werden. Von Bewerberseite aus geschehe dies vor allem über ein adäquates Identitätsmanagement bzw. berufsbezogenes Reputation Building einerseits und eine gezielte Information über potenzielle Arbeitgeber mit Social Media andererseits. Bei den Arbeitgebern führe die Öffnung gegenüber Scocial Media zumindest längerfristig zu einer Veränderung der Unternehmenskultur und der internen und externen Kommunikation. Anne Breitner betont: „Es braucht ein Bewusstsein, dass sich HR-Prozesse und -Aktivitäten wesentlich auf die Arbeitgebermarke auswirken. Deshalb ist es erforderlich, ein authentisches Employer Branding aufzubauen.“ Im Zuge solcher Prozesse könne sich die Unternehmenskultur deutlich verbessern:  „HR kann Social Media Tools als Kulturwerkzeug pro aktiv einsetzen und bestehende Programme optimal ergänzen. Im ersten Schritt bedeutet dies, die interne kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Wir interessieren uns für dasjenige, was uns nahe ist, das bedeutet, für soziale Aspekte von Menschen, die wir kennen. Im zweiten Schritt geht es darum, versteckte Kommunikationsbarrieren im Unternehmen zu erkennen und im dritten Schritt über die bestehenden HR-Prozesse gezielt zu transformieren. Die Ausrichtung auf den unternehmensinternen Personalmarkt, gespickt mit ein paar Marketingmaßnahmen, ist heute zu wenig. Die Inszenierung und der Stellenwert der Kommunikation sind heute wichtiger denn je.Diese Inszenierung kann sich sehr gut über Social Media vollziehen, wenn tendenziell alle Mitarbeiter einbezogen werden. Wie Gattereder hervorhebt, kann eine moderne HR-Arbeit „starre Strukturen aufbrechen und die strukturellen und prozessualen Voraussetzungen zur optimierten Implementierung der neuen Möglichkeiten schaffen.“